Physiotherapie

THERAPEUTISCHES KLETTERN

 

Klettern ist eine natürliche Form der Fortbewegung, welche schon im Krabbelalter zu beobachten ist. Sie ist als Grundlage für die weitere ganzheitliche Entwicklung wichtig. Die meisten Kinder klettern gerne und lernen mit Freude viele verschiedene Möglichkeiten der Bewegung. Sie schulen das Gleichgewicht, die Feinmotorik, die Körperwahrnehmung, die Koordination und die Bewegungsplanung. Diese Motivation und Freude wird beim "Therapeutischen Klettern" genutzt.

 

Auch Erwachsene können durch diese spezielle Form des Kletterns manchen Beschwerden entgegenwirken. Dafür muss man keine steilen oder überhängende Wände erklimmen. Große, an die Therapie abgestimmte Griffe und Tritte erlauben es, Bewegungen in angepasster Schwierigkeit zu üben und Muskelketten funktionell zu kräftigen.


Auch geht es nicht um „je höher desto besser“, sondern darum, knapp über dem Boden, über einer weichen Matte, seine Übungen angstfrei durchzuführen.

 

Therapeutisches Klettern kann neben anderen therapeutischen Maßnahmen ein wichtiger Bestandteil in einer physiotherapeutischen Behandlungsserie sein.

 

WOFÜR


Klettern als Therapie ...

 

  • fördert die Koordination, Grob– und Feinmotorik
  • schult das Gleichgewichtssystem
  • kräftigt die Muskulatur
  • verbessert die Wahrnehmung und Körperbeherrschung
  • unterstützt die Zusammenarbeit der rechten und linken Gehirnhälfte
  • hilft Bewegungsabläufe wieder zu erlernen
  • steigert die Konzentrationsfähigkeit
  • stärkt den emotionalen Bereich

 

Klettern als Therapie wirkt unterstützend...

 

  • bei orthopädischen Problemen (z.B. Haltungsschäden, Skoliose,...)
  • nach Operationen (Knie, Hüfte, Schulter,...)
  • zur Schmerzlinderung
  • bei Schwierigkeiten der Bewegungssteuerung und -koordination
  • bei Wahrnehmungsstörungen
  • bei neurologischen Störungen (Schlaganfälle, Mb. Parkinson, Multiple Sklerose,...)